Erfahrungsberichte Sprachschule ECELA Santiago de Chile

Seit ca. 3 Jahren lerne ich (26) mit viel Begeisterung Spanisch an der VHS in Münster. Leider hatte ich bisher noch nicht wirklich viel Kontakt mit Muttersprachlern. Um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, entschied ich mich für eine Sprachreise ins spanischsprachige Ausland. Da Spanisch als die zweithäufigste gesprochene Sprache der Welt gilt und man in 21 Ländern der Welt Spanisch sprechen kann, ist die Auswahl der Reiseziele relativ groß. Für mich war schnell klar, dass ich nach Südamerika möchte, da ich das Lernen mit dem Erfahren einer fremden Kultur außerhalb Europas und den Eindrücken einer außergewöhnlichen Natur verbinden wollte. Für Santiago de Chile habe ich mich entschieden, da sie als sicherste Stadt Südamerikas gilt und das Umland, von den Bergen bis zum Meer, alles bietet, was ich im Urlaub sehen wollte.

Über das Internet bin ich auf Direkt Sprachreisen aufmerksam geworden. Man hat mich sehr gut beraten und mir schnell Infomaterial über verschiedene Schulen zukommen lassen. Außerdem konnte ich alles, inkl. Flug aus einer Hand buchen und musste mir nicht mühsam alles zusammensuchen. Ich habe mich für die Schule Ecela in Santiago entschieden. Als Unterkunft wählte ich ein Einzelzimmer in einer Wohngemeinschaft.

Am 06.12.2009 trat ich meine Reise von Münster aus an. Mit der Lufthansa ging es zunächst nach Frankfurt. Von dort aus flog ich mit der brasilianischen Fluggesellschaft TAM 12 Stunden weiter nach Sao Paulo. Von Sao Paulo nach Santiago dauerte es noch einmal 4 Stunden mit dem Flieger. Ohne Wartezeiten an Flughäfen war ich 17 Stunden in der Luft. Aber die Reise war die Strapazen wirklich wert. Bei der Ankunft am Flughafen in Santiago habe ich dann nach dem Transferschalter gesucht, da ich den Transfer zur Unterkunft bereits in Deutschland über Direkt Sprachreisen mitgebucht hatte. Da habe ich zunächst einmal gemerkt, wie wenig Spanisch ich in den letzten drei Jahren gesprochen habe. Lesen und Schreiben war kein Problem, das Verstehen auch nicht, aber ich konnte nicht antworten. Ich konnte mich zwar durchaus auf Englisch verständigen, aber das war ja nicht mein Anspruch. Da man in Europa keine chilenischen Pesos bekommt, habe ich als nächstes nach einem Bankautomaten Ausschau gehalten, an dem ich Geld abheben konnte. Ohne Probleme habe ich die Pesos bekommen und setzte mich in das Shuttle, welches mich zu meiner Unterkunft brachte. Nach ca. 30 Minuten Fahrzeit und einigen ersten Eindrücken von der Stadt Santiago kam ich bei meiner Unterkunft an. Eine Mitbewohnerin öffnete mir die Tür. Ich wurde sofort freundlich empfangen. Unter den Mitbewohnern waren viele Europäer, Amerikaner und Brasilianer sowie ein Chilene, der sich um das Haus kümmerte. Insgesamt lebten wir zu Zehnt in einem Haus und teilten uns Küche und Wohnbereich. Mein Badezimmer teilte ich mit zwei Mitbewohnern. Platz war ausreichend vorhanden und für chilenische Verhältnisse war alles relativ sauber. Der Altersdurchschnitt lag bei ca. 29 Jahren, wobei das stark von der Reisezeit abhängt. Man sagte mir, dass das durchschnittliche Alter der Studenten in der Ferienzeit eher um die 20 Jahre liegt. Im Haus haben wir uns hauptsächlich auf Englisch verständigt, da die Sprachkenntnisse sehr unterschiedlich waren.

Am Montag war mein erster Schultag und der Einstufungstest. Die Schule lag nur ca. 5 Minuten zu Fuß von meiner Unterkunft entfernt, was sehr praktisch war. Die Lehrer in der Schule sprechen bzw. verstehen zwar Englisch, werden aber von der Schulleitung dazu angehalten nur Spanisch mit den Studenten zu sprechen. Studenten, die gar keine Spanischkenntnisse haben, tun sich zunächst etwas schwerer, aber mit etwas Hilfe anderer Mitstudenten klappt auch das und nur so kann man die Sprache lernen. Ich wurde einer Klasse von 5 Kommilitonen zugeteilt, in die ich mich sofort integrieren konnte. Dem Unterricht zu folgen war kein Problem. Nach vier Stunden Unterricht am Vormittag (9.00 – 13.00 Uhr), dieser wird durch zwei Pausen unterbrochen, muss man sich noch ein wenig um seine Hausaufgaben kümmern. Für mich stand ab 14.00 Uhr eine weitere Stunde Privatunterricht auf dem Programm. Diese Stunde würde ich jedem empfehlen, der sich verbessern möchte, da man hier wirklich mit dem Lehrer/der Lehrerin sprechen muss.

An den Nachmittagen konnte man Veranstaltungen der Schule besuchen. Diese waren meistens kostenlos. Unter anderem gab es einen Nachmittag, an dem wir Pebre und Pisco Sour gemacht haben. An einem Abend habe ich an einem Salsa Kurs teilgenommen, ein anderes Mal wurde eine Tour durch die Stadt veranstaltet. Außerdem konnte man sich spanische Filme ansehen oder an einem Konversationskurs teilnehmen. Man konnte sich die Nachmittage und Abende aber auch mit Bekannten und neu gewonnen Freunden organisieren. Santiago ist eine sehr saubere und sichere Stadt, in der auch Frauen nachts durch die Straßen laufen können. Ich hatte nie das Gefühl Angst haben zu müssen. Am Wochenende bin ich mit einer geführten Tour zum Trekking in die Anden. An einem anderen Tag bin ich mit Freunden nach Viña del Mar gefahren, um am Strand den Pazifik zu bewundern. Das Wetter war einfach super. Es hat nie geregnet und wir hatten immer zwischen 30°C und  36°C. In der Nacht kühlt es angenehm ab und die Hitze habe ich nie als drückend oder schwül empfunden.

Alles in allem kann ich Ecela und Santiago de Chile als Reiseort für eine Sprachreise nur empfehlen. Die Lehrer sind sehr gut und ich habe viele neue Freunde kennen gelernt. Wenn man noch mehr Spanisch lernen möchte, würde ich vorschlagen bei einer Gastfamilie zu wohnen. Leider hat es meine berufliche Situation nicht zugelassen, dass ich länger bleiben konnte. Viele meiner Freunde sind nach dem Kurs aufgebrochen, um das Land genauer kennenzulernen. Sollte ich wieder nach Süd Amerika kommen, werde ich auf jeden Fall versuchen länger zu bleiben.

Melanie Kempf

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Abschlussfeedback.

Reiseverlauf: gut

Schule
Schulausstattung: gut
Sprachkurs: gut
Lehrer: gut
Betreuung: gut
Aktivitäten: mäßig
Schule Gesamturteil: gut
Bemerkungen: ...weiterlesen

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